Das Mikrobiom des Hundes von Kopf bis Pfote

DAS solltest Du unbedingt vom Welpenalter an beachten! 08. Okt. 2022 🞄 3 Minuten Lesezeit

DAS solltest Du unbedingt vom Welpenalter an beachten!

Der Begriff Mikrobiom bezieht sich auf die Gesamtheit der Mikroorganismen, die in und auf einem bestimmten Organismus leben. Beim Hund sind das unter anderem Bakterien, Pilze, Viren und andere Mikroben. Es hat sich gezeigt, dass das Mikrobiom für viele Aspekte der Gesundheit wichtig ist, unter anderem für die Verdauung und die Immunfunktion.

In den letzten Jahren ist das Interesse am Mikrobiom des Hundes, d. h. an der Gesamtheit der Mikroorganismen, die auf oder in Hunden vorkommen, explosionsartig gestiegen. Diese Forschung hat zu einigen überraschenden Erkenntnissen über die Gesundheit und Krankheit von Hunden geführt.

Mikrobiota und Mikrobiom, die sich auf die Mikroorganismen bzw. die Verbindung von Mikroorganismen und Genen beziehen, leben bekanntermaßen in Symbiose mit dem Wirt und sind an Gesundheit und Krankheit beteiligt. Die Fortschritte und die Kostenreduzierung im Zusammenhang mit Hochdurchsatz-Sequenzierungstechniken haben es ermöglicht, das Wissen über mikrobielle Gemeinschaften in verschiedenen Spezies, einschließlich Hunden, zu erweitern.

In ihrem gesamten Körper beherbergen Hunde je nach Standort unterschiedliche mikrobielle Gemeinschaften (z. B. Haut, Gehörgang, Bindehaut, Atemwege, Urogenitaltrakt, Darm), die in den letzten Jahren besonders untersucht wurden. Obwohl es für die verschiedenen Körperstellen eine gemeinsame Kernmikrobiota für Hunde geben könnte, wird diese wahrscheinlich von intrinsischen Faktoren wie Alter, Rasse und Geschlecht, aber auch von extrinsischen Faktoren wie der Umwelt (z. B. Lebensstil, städtisch vs. ländlich) und der Ernährung beeinflusst.

In einer Studie wurden Kotproben von Hunden untersucht, die entweder gesund waren oder an bestimmten Krebsarten litten. Sie fanden heraus, dass das Mikrobiom krebskranker Hunde eine geringere Vielfalt aufwies als das gesunder Hunde. Dies bedeutet, dass Krebstumore Veränderungen im Gleichgewicht der in ihnen vorhandenen Mikroben verursachen können.

Krankheiten des Hundes werden oft durch eine Dysbiose hervorgerufen

Es wird allmählich klar, dass einige Erkrankungen durch Veränderungen der Mikrobiota, d.h. durch eine Dysbiose, bedingt sind. Ferner kann das Verständnis der mikrobiellen Besiedlung und Funktion zur Vorbeugung von Krankheiten genutzt werden.

Das Mikrobiom eines Hundes bleibt nicht statisch, sondern ist ein dynamisches System, das sich mit der Zeit verändert. Das bedeutet, dass Du das Darmmikrobiom Deines Hundes verändern kannst, indem Du seine Ernährung und seinen Lebensstil änderst. Hunde, die früh im Leben sterilisiert werden, haben zum Beispiel ein vielfältigeres Mikrobiom als nicht sterilisierte Hunde.

Das häufigste Beispiel ist die Umstellung eines Hundes von handelsüblichem Trockenfutter auf eine hausgemachte Rohkostnahrung. Eine Rohkostnahrung besteht aus Lebensmitteln, die nicht verarbeitet oder gekocht wurden und alle Nährstoffe enthalten, die Dein Hund benötigt, um bei dieser Art von Ernährung gut zu gedeihen.

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Den Darm Deines Welpen gesund und stark halten

Insbesondere die Modulation der Darmmikrobiota von Welpen ist effektiver, um einen gesunden Darm zu gewährleisten, als Interventionen bei Erwachsenen Hunden. Der Grund dafür ist, dass die Mikrobiota von Welpen empfindlicher auf äußere Faktoren reagiert als bei Erwachsenen Hunden.

  • Füttere Deinem Junghund und Welpen ein hochwertiges Hundefutter mit einem hohen Proteingehalt und wenig Kohlenhydraten

  • Verwende probiotische Präparate gepaart mit Präbiotika (Ballaststoffen), um eine gesunde Verdauung zu unterstützen

  • Halte Deinen Hund von stressigen Situationen fern

  • Vermeide Impfungen und Wurmkuren so gut wie möglich. Jede Impfung und jede Wurmkur ist für das junge Immunsystem des Welpen ein unbekannter Stoff, gegen den es versuchen wird, ein Allergen zu bilden. Die Auswirkungen können bis zu schmerzhaft, lauten Äußerungen des Welpen kommen, hervorgerufen durch Krämpfe. Mal abgesehen von Durchfall und Erbrechen.

In den meisten Fällen gibt es Folgeerkrankungen wie Giardien und Co., hervorgerufen durch das jetzt geschwächte junge Immunsystem. Weitere Erkrankungen wie eine Magenschleimhautentzündung, gegen die dann gerne Antibiotika verabreicht werden, tun dann ihr weiteres.

Weiterführende Informationen können gerne hier eingeholt werden.

Joe Rahn Verhaltens- und Ernährungsberatung/Diätetik

Joe Rahn
Verhaltens- und Ernährungsberatung/Diätetik

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